
Geschichte
Geschichte – Vereinschronik
Gründung
Die Männerriege wurde am 3. Mai 1954 als eigenständige Riege aus dem Turnverein KTV St. Valentin Jona gegründet. Die dreizehn Gründungsmitglieder waren fast durchwegs «Neuturner», was heisst, dass sie nie zuvor in einem Aktivturnverein geturnt hatten. Das war für die Männerturnbewegung eine Neuheit. In den meisten Turnvereinen wurden die Männerriegen, etwas spitz bezeichnet, als «Altersheim» für Aktivturner angesehen, da die älteren Turner versuchten, möglichst lang bei der Aktivsektion zu bleiben. In Jona waren es aber «turnerische Aussenseiter», die Freude an der Bewegung, Sport und Spiel zeigten. Diese Gründungsmitglieder hatten die wahren Werte des Turnens erkannt und in der Männerriege des KTV Jona verwirklicht. Das war nun kein Altersheim, sondern eine neue junge Riege mit einem frischen attraktiven Programm für junggebliebene turn- und sportbegeisterte Männer jeglichen Alters und Berufstätigkeit.
Erster Turnbetrieb
Da es zu Beginn wenige Schulanlagen mit den dazugehörigen Turnhallen gab, turnte man im Turnkeller im Dorfschulhaus, in einem Raum von ca. 7 x 12 Meter Ausmass. Das hinderte aber die Männerriegler nicht, jeden Montag mit begeisterndem Einsatz zu turnen, zu üben und zu spielen. Eine Dusche mit warmem Wasser gab es nicht. So wusch man sich in der alten Waschküche am Trog. Das änderte sich dann aber gewaltig als Ende Mai 1963 die «Heiligen Hallen» im Schachen betreten werden konnten. Grosse Turnräume, Garderoben, Duschen mit warmem Wasser, Geräteräume, Turn- und Sportgeräte der verschiedensten Art für Halle und Spielwiese usw. Und von jetzt an ging’s rasch bergauf. Im Jahre 1979, also nach 25 Jahren, betrug der Mitgliederbestand – inklusive Faustballer – 109 Mitglieder. Was aber gleichblieb: Nach der Turnstunde folgte fast obligatorisch der Besuch des Restaurants Schäfli, wo die Geschwister Güntensperger ihre Männerriegler aufs Beste bewirteten und verwöhnten.
Beginn des Faustballspieles
In diese Zeit hinein gehört auch die Entwicklung des Faustballspieles, das begeisterte Faustballer unter der Leitung von «Faustballvater» Josef Winiger übten und pflegten. Schon bald stellten sich Erfolge über Erfolge ein. Man sprach auch hier von den Jonern. Doch zeichnete sich in der Folge eine Zweiteilung der Männerriege ab, in die Gruppe Männerturner und die Gruppe Faustballer. Beide Gruppen unter einen Hut zu bringen, war für den damaligen Vorstand oft nicht leicht, umsomehr, als der Faustball ein junges Spielerkader aufbaute, das mit dem Männerturnen weder sportliche noch turnerische Beziehung hatte. So war es jetzt schon nur noch eine Frage der Zeit, dass sich die Faustballer von der Männerriege trennten und in einer eigenen Sektion im Gesamtverein ihren Weg gingen, zum Vorteil beider Gesamtvereinsgruppen.
Meisterung der ersten Krise
Zu Beginn der Achtzigerjahre hatte die Männerriege einen Tiefpunkt erreicht, denn es war manchmal nur noch eine kleine Schar von Turnern in der Halle anzutreffen. Zum Glück konnte Ernst Thalmann als Vorturner gewonnen werden. Dank seinem grossen Können und Elan, seinem vielseitigen Turnprogramm nahm die Teilnehmerzahl in kurzer Zeit stetig zu. Um nach dem Rücktritt des aktuellen Präsidenten im Jahre 1981 eine Vakanz zu vermeiden, übernahm Ernst Thalmann für 5 Jahre zusätzlich auch noch das Amt des Präsidenten. Da kann man nur sagen: Alle Achtung für diesen Einsatz zum Wohle der Männerriege!
Trennung Männerriege – Faustballriege
In diese Zeit fielen auch die Glanzresultate der Faustballer. Sie wurden 1987 bereits zum 3. Mal Schweizer Meister in der Nationalliga A. Dazu kamen unzählige Top-Resultate in der Europaliga und im Europacup. Bei dieser Aufzählung darf aber die vorbildliche Arbeit bei den Schüler- und Nachwuchsmannschaften nicht vergessen werden. Bis zum heutigen Zeitpunkt reden sie bei der Vergabe der Meistertitel jedes Jahr ein gewichtiges Wort mit.
1988 konnte ein neuer Präsident gefunden werden und ermöglichte damit Ernst Thalmann die volle Konzentration auf sein Amt als Technischer Leiter. Im gleichen Jahr wurde von den Faustballern der Wunsch nach Trennung von der Männerriege und Gründung einer eigenen Riege geäussert.
Zu diesem Zeitpunkt waren 152 Turner und Faustballer Mitglieder der MR, oder mit anderen Worten, die Männerriege TSV Jona war die grösste Männerriege innerhalb des SKTSV.
Nach eingehender Prüfung und einer sachlichen Diskussion innerhalb des Vorstandes wurde an der GV vom 3. März 1989 die Trennung von den Faustballern beschlossen. Wenn es anfänglich für viele ältere Mitglieder nicht leicht war, diese «Abspaltung» zu akzeptieren, darf man im Nachhinein sagen, dass es ein für beide Teile nötiger und richtiger Schritt war.
Weitere Aktivitäten der Männerriege
In dieser Aufzählung darf natürlich die Erwähnung des Fasnachtsballes am Schübeldonnerstag im Gasthof Kreuz nicht fehlen. Über Jahre wurde dieser in der ganzen Region Obersee bekannte Anlass durch die Männerriegler und Faustballer organisiert. Wenn es manchmal im grossen Kreuzsaal auch mehr als eng wurde, es war viele Jahre das Ereignis in unserer Gemeinde. Leider hat sich über die Zeit die Zusammensetzung des Publikums stark verändert, d.h. die originellen Fasnächtler blieben immer mehr dem Anlass fern. Obwohl der finanzielle Zustupf für die Vereinskasse erwünscht war, beschlossen wir 2002 nach zunehmend schlechten Erfahrungen mit einigen eigentlich unerwünschten «Besuchern» auf die weitere Durchführung zu verzichten. Schade, dass ein alter Brauch auf diese Art zu Ende ging.
Zum Vereinsleben einer Männerriege gehören nebst dem Besuch der Turnstunden auch die Turnfahrten bzw. Turnreisen. Unvergesslich werden den Teilnehmern die Reisen nach München, Garmisch-Partenkirchen bleiben, gefolgt von der zur Feier des 40-jährigen Jubiläums die 3-tägige Carfahrt ins Elsass und dann zum 50-jährigen Jubiläum die 3-tägige Carfahrt ins Südtirol. Was da nicht alles gegessen und «geschnupft» wurde. In den anderen Jahren besuchten wir die verschiedensten Landesteile der Schweiz: Jura, Engadin, Wallis, Tessin, Inner- und Ostschweiz etc. mit Car, Bahn, per Pedes oder mit dem Bike. Alle diese Turnfahrten sind ein fester Bestandteil der tollen Jahresprogramme und werden von den Turnern gerne und gut besucht.
Nebst der Teilnahme an den durch den Gesamt-TSV Jona organisierten Turnerchränzli, man denke nur an die beinahe professionelle Aufführung des Zillertaler Hochzeitsmarsches durch die Männerriegler, stellte die MR 1991 ihr organisatorisches Können bei der Durchführung des Grossanlasses «700 Jahre Eidgenossenschaft» zur Verfügung. Bei dieser Aufzählung darf natürlich das OKTSV- Verbandsturnfest von 1993 nicht fehlen. Mit den anderen Riegen des TSV Jona wurde in den verschiedensten Chargen ein grosser Beitrag zum guten Gelingen des Festes geleistet.
Gründung Seniorengruppe
Auf Wunsch vieler älterer Turner wurde im September 1995 zusätzlich eine Seniorengruppe ins Leben gerufen. Unter dafür speziell ausgebildeter Leitung konnten viele Männerriegler zum Mitmachen animiert werden. Diese Gruppe ist aus dem heutigen Vereinsleben nicht mehr wegzudenken, denn sie bietet nebst dem Sport auch die Möglichkeit zu sozialen Kontakten.
Heutige Aktivitäten
In dieser heutigen hektischen Zeit ist das Turnen ebenso aktuell wie bei der Gründung 1954. Die Prioritäten haben sich jedoch vom leistungsbezogenen Wettkampftreiben zur allgemeinen Fitness mit Plausch und Spiel gewandelt. Geblieben ist der freiwillige Besuch eines Restaurants nach dem Training. Natürlich ist beim Training und Spiel immer noch die körperlich gute Verfassung das Ziel. Nur wer fit ist, ist auch im täglichen Leben leistungsfähig.
Im Laufe der Zeit wurden viele weitere Optimierungen den geänderten Bedürfnissen angepasst. Die wichtigsten Meilensteine sind: Leitbild und darin besonders die aktuellen Aktivitäten (spielerisch fit bleiben) sowie Ethik und Umweltverhalten (2008), Namensänderung von TSV Jona Männerriege zu TSV Jona GameFit sowie neues Logo (2008), eigene Statuten (2013), den Trainingsbetrieb der „Aktiven” in die neue 3-fach Turnhalle verlegt (2017), diverse Schutzkonzepte erstellt und entsprechende Massnahmen ergriffen (Turnbetrieb wenn gesetzlich erlaubt und alle vorgesehenen Veranstaltungen durchgeführt) während der Coronapandemie (2020-2021), Anpassung an den neuen Datenschutz (2024), zur Ergänzung der Homepage vom TSV Jona die eigene Homepage GameFit mit neuem Logo und Verknüpfungen zu den Sozialen Medien realisiert (2024).
Präsidenten
| Odermatt Josef | 1954 – 1960 |
| Helbling John | 1961 – 1964 |
| Rüegg August | 1965 – 1968 |
| Raymann Karl | 1969 – 1976 |
| Helbling Werner | 1977 – 1981 |
| Thalmann Ernst | 1983 – 1987 |
| Abderhalden Ernst | 1988 – 2002 |
| Rigling Thomas (Ehrenpräsident) | 2003 – 2024 |
| Schättin Heinz | 2025 – |
Oberturner – Technische Leiter
| Helbling John | 1954 – 1955 |
| Winiger Josef | 1956 – 1963 |
| Jäger Karl | 1964 – 1969 |
| Helbling Walter | 1970 – 1972 |
| Helbling Othmar | 1973 – 1975 |
| Helbling Eugen | 1976 – 1979 |
| Lindenmann Hugo | 1980 |
| Thalmann Ernst | 1981 – 2013 |
| Schmuki Ernst | 2014 – |